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Wird COVID-19 die Gerechtigkeitslücke zwischen den Geschlechtern vergrößern?

WASHINGTON, DC – Weltweit stehen schätzungsweise 1,5 Milliarden Menschen vor für sie unlösbaren Rechtsproblemen, während 4,5 Milliarden – insbesondere Frauen, die Armen und andere schutzbedürftige Personen – von dem Schutz und den Chancen, die das Gesetz vorsieht, ausgeschlossen sind.

Zwar sind die Nachrichten nicht sämtlich schlecht. Das Ziel für nachhaltige Entwicklung Nr. 16 der Vereinten Nationen strebt an, „allen Menschen Zugang zur Justiz zu ermöglichen“. Multidimensionale Maßnahmen zur Armutsbekämpfung berücksichtigen zunehmend gerechtigkeitsbezogene Kennzahlen. Und verbesserte Methoden der Datenerhebung und leichter verfügbare globale und nationale Statistiken haben die Messung von Gerechtigkeitslücken verbessert und entscheidende Datendefizite gefüllt.

COVID-19 jedoch schafft zusätzliche Hindernisse für einen gleichberechtigten Zugang zur Justiz, insbesondere für Frauen. Die Reaktionen auf die Pandemie werden vermutlich stark geschlechtsspezifisch ausgerichtet sein; Migrantinnen, Frauen mit Behinderungen und indigene Frauen werden daher doppelt benachteiligt sein. Sicherzustellen, dass die aktuelle Krise bestehende geschlechtsspezifische Unterschiede nicht noch ausweitet, ist deshalb von zentraler Bedeutung.

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