radsch4_Scott OlsonGetty Images_trump ban Scott Olson/Getty Images

Facebook sollte mehr Staats- und Regierungschefs sperren

WASHINGTON, DC – Ich kämpfe seit mehr als zehn Jahren beruflich für die freie Meinungsäußerung. Aus diesem Grund unterstütze ich die aktuelle Entscheidung von Facebooks Aufsichtsgremium, die Sperrung des ehemaligen Präsidenten Donald Trump auf der Plattform aufrecht zu erhalten, sowie Facebooks neue Regelung, nach der Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bei Unruhen bis zu zwei Jahre gesperrt werden können. Im Grunde sollte die Plattform noch weiter gehen.

Trump nutzte seinen Dreckschleuderhochsitz in den sozialen Medien dazu, Medien, politische Gegner und frühere politische Verbündete anzugreifen und zu beschimpfen. Er nutzte ihn, um das Vertrauen in die Präsidentschaftswahl von 2020 zu untergraben, weshalb ein großer Anteil der Amerikaner ihr Ergebnis noch immer anzweifeln, obwohl keinerlei Beweise für großflächige Unregelmäßigkeiten oder gar Betrug vorliegen. Und er hat in der Coronapandemie immer und immer wieder Falschinformationen verbreitet.

Kurz gesagt, hat Trump mit Hilfe der sozialen Netzwerke die Normen und Institutionen ausgehöhlt, von denen die Funktion einer repräsentativen Demokratie abhängen, und die Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA erhöht. Und er hat dabei genau die Formen von Mobbing und Hassrede eingesetzt, die soziale Medien verbieten.

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