amuzu2_Kent NishimuraLos Angeles Times via Getty Images_planned parenthood Kent Nishimura/Los Angeles Times via Getty Images

Nachhaltige Finanzierung für die Familienplanung

ACCRA – Die Organisation Planned Parenthood, ein wichtiger sexual- und reproduktionsmedizinischer Dienstleister in den USA, wurde kürzlich zum Rückzug aus dem Familienplanungsprogramm der US-Bundesregierung nach „Title X“ gezwungen, das einkommensschwache Frauen unterstützt. Die Entscheidung – eine Reaktion auf eine neue Regel der Regierung von US-Präsident Donald Trump, die es Title-X-Kliniken untersagt, Patientinnen an Abtreibungsanbieter zu überweisen – wird Planned Parenthood etwa 60 Millionen Dollar jährlich kosten.

Dieser Verlust könnte noch in den Schatten gestellt werden durch die menschlichen Kosten, die Eingriffe in die sexual- und reproduktionsmedizinische Versorgung und in diesbezügliche Rechte haben, durch welchen den PatientInnen wichtige medizinische Informationen vorenthalten werden. Trotzdem ist der Verlust der Fördermittel aus Title X – die für Verhütungsmittel, Untersuchungen auf Brust- und Gebärmutterhalskrebs und Geschlechtskrankheiten sowie andere wichtige medizinische Leistungen verwendet worden wären – ein schwerer Schlag. Und Planned Parenthood ist kein Einzelfall: Weltweit sehen sich Organisationen, die für den Schutz der sexual- und reproduktionsmedizinischen Versorgung und diesbezüglicher Rechte eintreten, ähnlichen oder sogar noch schwerwiegenderen finanziellen Einschränkungen ausgesetzt.

Die internationale Gemeinschaft weiß, dass die sexual- und reproduktionsmedizinische Versorgung und damit verbundene Rechte weitreichende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Entwicklung haben, darunter auf die Bildung, die Armutsbekämpfung und die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dies spiegelt sich in den von den Staats- und Regierungschefs der Welt 2015 verabschiedeten Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen wider, die u. a. das Ziel der Gewährleistung eines universellen Zugangs zu sexual- und reproduktionsmedizinischen Leistungen bis 2030 vorsehen.

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