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Welche Konjunkturimpulse funktionieren?

NEW YORK – Regierungen in aller Welt ergreifen derzeit kraftvolle Maßnahmen in Bezug auf die COVID-19-Krise. Schon jetzt belaufen sich die fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen auf 10% des globalen BIP. Doch laut der jüngsten globalen Einschätzung der Abteilung für Wirtschaft und Sozialwesen der Vereinten Nationen werden diese Konjunkturmaßnahmen Konsum und Investitionen womöglich weniger stark ankurbeln als von der Politik erhofft.

Das Problem ist, dass ein beträchtlicher Anteil des Geldes direkt in Kapitalpuffer fließt, was zu einem Anstieg vorsorgebedingter Rücklagen führt. Die Situation ähnelt der „Liquiditätsfalle“, die John Maynard Keynes während der Großen Depression Sorgen machte.

Die heutigen Konjunkturmaßnahmen wurden verständlicherweise in Eile – fast schon in Panik – umgesetzt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie einzudämmen. Und während dieser „Feuerwehreinsatz“ weder zielgerichtet noch präzise erfolgte, würden viele Kommentatoren argumentieren, dass eine derartige Vorgehensweise damals die einzige Möglichkeit war. Ohne massive Notliquiditätsspritzen hätte es vermutlich weit verbreitete Konkurse, Verluste an Unternehmenskapital und einen noch steileren Pfad hin zu einer Erholung gegeben.

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