holder1_ Tom StoddartGetty Images_girl water Tom Stoddart/Getty Images

Ein Klimaprogramm, dass sich auf Frauen konzentriert

LONDON – Von der öffentlichkeitswirksamen transatlantischen Reise der Teenager-Aktivistin Greta Thunberg auf einem emissionsfreien Boot zur Generalversammlung der Vereinten Nationen bis hin zu den immer größeren Klimaprotesten: Die Welt ist sich der Bedrohung des Klimas stärker bewusst als je zuvor. Aber dieses steigende Bewusstsein müssen die Politiker der Welt erst noch in kollektives Handeln umsetzen, um den Klimawandel abzumildern, ganz zu schweigen von gezielten Bemühungen, die verletzlichsten Bevölkerungsgruppen zu schützen – darunter in erster Linie Frauen und Mädchen.

Die Tatsachen sprechen für sich: Frauen leben mit größerer Wahrscheinlichkeit in Armut als Männer, und geschlechtsspezifische soziale Rollen, die sozioökonomische Machtungleichgewichte reproduzieren, machen Frauen und Mädchen besonders anfällig für eine Vielzahl von Klimafolgen, darunter den eingeschränkten Zugang zu Wasser, Nahrung, Unterkunft und wichtigen Versorgungsleistungen.

Da überrascht es nicht, dass 80% der durch den Klimawandel vertriebenen Menschen Frauen sind. Darüber hinaus leiden Frauen mit größerer Wahrscheinlichkeit als Männer unter verstärkter Arbeitsbelastung und Einkommensverlusten aufgrund klimatischer Naturkatastrophen. Im Südsudan – einem der sich am schnellsten erwärmenden Länder der Welt – haben Dürren und Überflutungen Mädchen und Frauen dazu gezwungen, weitere Strecken zu gehen, um Feuerholz und Wasser zu sammeln – eine zeitaufwändige und potenziell gefährliche Veränderung.

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