pickering3_AHMAD AL-BASHAAFP via Getty Images_yemen Ahmad Al-Basha/AFP via Getty Images

Endlich Frieden für den Jemen?

PARIS – Der seit langem andauernde Konflikt im Jemen präsentiert sich derzeit reifer für eine Lösung als jemals zuvor. Jemeniten auf allen Seiten sind durch die Kämpfe erschöpft und haben den im März von UN-Generalsekretär António Guterres ausgerufenen Appell für einen weltweiten Waffenstillstand inmitten der Covid-19-Pandemie rasch und bereitwillig aufgegriffen. Im darauffolgenden Monat kündigte die von den Saudis geführte Koalition im Jemen einen zweiwöchigen einseitigen Waffenstillstand an, den sie anschließend noch verlängerte.

In den vom UN-Sondergesandten für den Jemen, Martin Griffiths, vermittelten Verhandlungen haben die kriegführenden Parteien bereits bedeutende Fortschritte in Richtung eines Waffenstillstandsabkommens erzielt. Darüber hinaus erklärte sich der von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützte separatistische Südliche Übergangsrat im Juni bereit, die Gespräche mit der von den Saudis unterstützten jemenitischen Regierung wieder aufzunehmen und damit die Kämpfe in den Provinzen Abyan, Shabwa und Sokotra zu beenden.

Der Iran, der die (formell als Ansar Allah oder Helfer Gottes bezeichneten) Huthi-Rebellen unterstützt, hat keinen strategischen Grund, einem Abkommen im Weg zu stehen. Von entscheidender Bedeutung ist, dass internationale Mächte, darunter die Vereinigten Staaten, Russland, China, Indien und führende europäische Staaten zwar um Zusammenarbeit im Hinblick auf den Jemen ringen, jedoch die Fortschritte in Richtung eines Endes der Kämpfe wohl nicht behindern werden.

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