asadullah7_Narayan MaharjanNurPhoto via Getty Images_nepalwomanfarmer Narayan Maharjan/NurPhoto via Getty Images

Von der Landwirtschaft zur Ermächtigung von Frauen

KUALA LUMPUR – Die Gleichheit zwischen den Geschlechtern ist in Südasien, gelinde gesagt, nur schwach ausgeprägt. Die Region hat die weltweit höchste Rate von Kinderehen, und häusliche Gewalt gegen Frauen ist allgegenwärtig. Bei unbezahlter Arbeit sind Frauen überrepräsentiert und auf dem Arbeitsmarkt unterrepräsentiert – sogar in Ländern wie Sri Lanka, die viel in die Schulausbildung von Mädchen investiert haben. Aber es gibt einen Sektor, wo die Frauen die Führung übernehmen: die Landwirtschaft. Dies ist eine Gelegenheit für die wirtschaftliche Ermächtigung von Frauen, die nicht verpasst werden sollte.

Während sich die südasiatischen Volkswirtschaften entwickeln, suchen die Männer zunehmend Arbeitsmöglichkeiten in der Produktion (oder im Ausland), und die Frauen sind für einen wachsenden Anteil der landwirtschaftlichen Tätigkeiten verantwortlich. In Bangladesch, Bhutan, Indien, Nepal und Pakistan beträgt der Anteil der wirtschaftlich aktiven Frauen, die in der Landwirtschaft arbeiten, jetzt zwischen 60 und 98 Prozent. In den landwirtschaftlichen Sektoren dieser Länder sind die Frauen heute in der Mehrzahl.

Einen ähnlichen Wandel gab es während des Zweiten Weltkriegs in einigen Industrieländern. Da die Männer in die Schlacht zogen, wurden die freien Arbeitsplätze im Zivilbereich von Frauen besetzt – auch in der Landwirtschaft. In den Vereinigten Staaten beispielsweise stieg der Anteil der Landarbeiterinnen von 8% im Jahr 1940 auf 22,4% im Jahr 1945.

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