jjoffe5_Stefan Sauerpicture alliance via Getty Images_nord stream 2 Stefan Sauer/picture alliance via Getty Images

Deutschlands leere Pipeline-Logik

HAMBURG – Es geht bei der inzwischen fast fertigen, direkt von Russland nach Deutschland führenden Pipeline Nord Stream 2 nicht wirklich um einen Zugang zu sicherem Erdgas. Es geht um persönliche Bereicherung und die nationalen Interessen dieser beiden Länder.

Die quer durch die Ostsee führende Pipeline hat zu einem Konflikt zwischen den USA und der EU einerseits und Deutschland andererseits sowie zu einem Schwall der Kritik an Angela Merkel in Deutschland geführt. Ginge es nur um Gasmoleküle, hätte das Projekt womöglich nie das Licht der Welt erblickt. Warum also tat es das?

Gerhard Schröder und der russische Präsident Wladimir Putin besiegelten das Geschäft 2005, unmittelbar bevor Schröder als Bundeskanzler aus dem Amt schied. Kurz bevor Schröder an Merkel übergab, ernannte ihn der russische Energieriese Gazprom – im Wesentlichen eine Tochtergesellschaft des Kremls – zum Vorsitzenden des Aktionärsausschusses der Nord Stream AG. In 2016 stieg Schröder dann an die Spitze von Nord Stream 2 auf, dessen einziger Aktionär Gazprom ist.

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