zsahmed1_BRENDAN SMIALOWSKIAFP via Getty Images_ahmed georgieva BRENDAN SMIALOWSKI/AFP via Getty Images

Wie Entwicklungsfinanzierung für Afrika funktionieren könnte

ABUJA – Schon die Covid-19-Pandemie hat uns unsere wechselseitige Abhängigkeit und Hypervernetzung vor Augen geführt, doch der russische Krieg in der Ukraine und seine wirtschaftlichen Folgen haben noch deutlicher aufgezeigt, dass kein Land und keine Region im Alleingang handeln kann. Wir alle sind - politisch sowie durch Verflechtungen in den Bereichen Handel und Investitionen - in die Weltwirtschaft integriert.

Angesichts des wachsenden Bewusstseins für diese Erkenntnis überdenken politische Verantwortliche auf der ganzen Welt ihren Ansatz im Bereich nachhaltiger Entwicklung und hinterfragen die Rolle der multilateralen Entwicklungsbanken. Freilich sind diese Institutionen nach wie vor relevant, aber es ist die Frage, ob sie in ihrer jetzigen Form noch zweckmäßig sind.

Um herauszufinden, wie multilaterale Entwicklungsbanken Entwicklungsländer am besten unterstützen können, sollten wir einen Blick auf die Schwierigkeiten werfen, mit denen Nigeria konfrontiert ist, wo ich von 2019 bis zu diesem Jahr als Ministerin für Finanzen, Haushalt und nationale Planung tätig war. Während der Pandemie wurden immer mehr Menschen in die Armut gedrängt und unsere Wirtschaft strauchelte. Der Zusammenbruch der globalen Lieferketten ließ den Preis für Rohöl, unserem wichtigsten Exportprodukt, drastisch einbrechen und stürzte die größte afrikanische Volkswirtschaft in eine Rezession. Nach einer Reihe von Reformen erholte sich die Wirtschaft zwar wieder, aber aufgrund des russischen Krieges in der Ukraine sind wir nun mit höheren Preisen für Lebensmittel, Öl und Düngemittel konfrontiert.

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